Dezember 8, 2021

Kreuznacher Rundschau

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Greenpeace Deutschland verklagt Volkswagen wegen „Anheizen der Klimakrise“ | Neuigkeiten aus der Automobilindustrie

Die NGO sagt, dass der Fall bei Erfolg die CO2-Emissionen der Autokonzerne in den nächsten zwei Jahrzehnten um zwei Gigatonnen reduzieren könnte.

Ein junger deutscher Klimaaktivist und deutsche Greenpeace-Führer haben Volkswagen (VW) vor einem deutschen Gericht verklagt, weil sie dem Autobauer vorgeworfen haben, seinen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung nicht zu leisten.

Die Kläger – Clara Meyer und die NGO – gaben dem deutschen Autobauer acht Wochen Zeit, um ihre Ansprüche zu prüfen, bevor sie am Dienstag beim Regionalgericht François Klage einreichen.

Sie forderten zwei Ziele für 2030 – die Produktion von Verbrennungsmotoren einzustellen und die CO2-Emissionen um mindestens 65 Prozent gegenüber 2018 zu senken.

VW wies die Ansprüche am 28. Oktober zurück, berichtete Reuters.

Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, sagte, Autohersteller wie VW „müssen Verantwortung übernehmen und sehr schnell handeln, um die schadstoffreichen Verbrennungsmotoren zu eliminieren und ihren Betrieb unverzüglich zu dekarbonisieren“.

„Die Gespräche auf der COP26 in Glasgow zeigen, dass das 1,5-Grad-Ziel gefährdet ist und nur ein mutiger Wandel in Politik und Wirtschaft erreicht werden kann“, sagte Kaiser in einer Erklärung. Zielt darauf ab, den Klimawandel-Gipfel zu kontrollieren. Die durchschnittliche globale Temperatur ist im Vergleich zum vorindustriellen Niveau um 1,5 Grad Celsius (2,7 Grad Fahrenheit) gestiegen.

„Aber da die Menschen unter Überschwemmungen und Dürren leiden, die durch die Klimakrise ausgelöst werden, steigen die CO2-Emissionen aus dem Verkehr weiter an“, sagte er.

Wenn der Fall erfolgreich ist, wird Greenpeace Deutschland bis 2040 zwei Gigatonnen weniger CO2 freisetzen als VW derzeit plant.

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Dies ist mehr als das Doppelte der jährlichen globalen Luftemissionen, sagte die NGO.

Er sagte gegenüber VW Reuters, dass es „eine Dekorbonisierung des Klimaschutz- und Verkehrssektors darstellt, aber diese Herausforderung allein nicht bewältigen kann“.

„Die Aufgabe, angemessene Maßnahmen zu konzipieren, obliegt dem Parlament. Zivilgerichtliche Auseinandersetzungen durch Klagen gegen isolierte Unternehmen sind nicht der Ort und die Möglichkeit, dieser großen verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden.

Eine ähnliche Klage wurde im September von den Führern der Deutschen Umwelthilfe gegen BMW und Daimler eingereicht, die beide Forderungen ablehnen, die Produktion von Autos auf Basis fossiler Brennstoffe bis 2030 einzustellen und die CO2-Emissionen bis dahin einzudämmen.

Das deutsche Landgericht wird abwägen müssen, ob das Verfahren fortgesetzt wird, und ein mögliches Urteil könnte noch viele Jahre dauern.

Diese Fälle stützen sich auf zwei frühere klimabezogene Rechtsstreitigkeiten. Im Mai 2020 entschied ein deutsches Gericht, dass das Land es versäumt habe, zukünftige Generationen vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.

Im selben Monat ordnete ein niederländisches Urteil dem Ölkonzern Shell an, seine Emissionen zu reduzieren, womit zum ersten Mal ein privates Unternehmen für seine Auswirkungen auf das Klima verantwortlich gemacht wurde.