Verdi erklärt sich

Die Gewerkschaft (ein Teil der Allianz gegen den verkaufsoffenen Sonntag) nimmt Stellung zu den Gründen für ihr Vorgehen gegen die Ladenöffnung am Mantelsonntag.

Es gibt demnach eine längere Vorgeschichte und die Gewerkschaft bzw. die Allianz wurde dann aktiv, als Pro City einen dritten und einen vierten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr gefordert hatte. Eine "Herr im Haus"-Manier habe dann das gemeinsame Gespräch endgültig zum Erliegen gebracht.

In einer Pressemitteilung vom 23. Oktober heißt es

Eine politische Kompromisslinie wurde vor Ort von den Betreibern 2014 und später
abgelehnt, statt dessen in einer "Herr-im-Haus-Manier" ein dritter und dann noch ein
vierter verkaufsoffener Sonntag durchgezogen. Für letzteren reichte den Verantwortlichen
gar die Einweihung neuer Räumlichkeiten eines Baustoffhändlers als Begründung.
Erst als man in Bad Kreuznach erkannte, dass das, was über Jahre Praxis war, gerichtlichen Überprüfungen nicht mehr stand halten wird, kam die Forderung nach einem Kompromiss. Genauer gesagt nach der Zusage seitens der Allianz, ein oder zwei rechtswidrige Sonntagsöffnungen zu tolerieren.
Gesellschaftspolitisch wird sie das nicht, selbst wenn juristische Mittel einmal ihre Grenze
erreichen sollten. Es wird in Bad Kreuznach keine sonntägliche Ladenöffnung geben von
der gesagt werden könnte, die Mitgliedsorganisationen der lokalen Allianz für den freien
Sonntag hätten diese akzeptiert.
Vorschläge wie jener der KAB, doch einen rechtlich unbedenklichen „Mantelsamstag“
durchzuführen, mit all den von vom Antragsteller genannten Zielen in einem großen
Zeitraum vom Vormittag bis 22 Uhr, stießen auf taube Ohren.