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Die deutsche Inflation ging im Juli auf 6,2 Prozent zurück – Xinhua

Menschen gehen am 2. März 2023 an einem Geschäft in Berlin vorbei. (Foto: Stephen Zeitz/Xinhua)

Nach einer technischen Rezession, begleitet von zwei aufeinanderfolgenden Quartalen wirtschaftlicher Schrumpfung, ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach vorläufigen Zahlen von Testatis im zweiten Quartal 2023 nicht mehr gesunken.

Berlin, August. 8 (Xinhua) – Die Inflation in Deutschland ist im Juli aufgrund einer Verlangsamung des Verbraucherpreiswachstums im Vormonat auf 6,2 Prozent gesunken, bestätigte das Statistische Bundesamt (DESTATIS) am Dienstag.

„Die Inflationsrate hat leicht nachgelassen, bleibt aber auf einem hohen Niveau“, sagte Testatis-Chefin Ruth Brandt. Vor allem die Lebensmittelpreise hätten mit einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiterhin einen „aufsteigenden Effekt“ auf die Gesamtinflation, fügte er hinzu.

Den Zahlen zufolge stiegen die Preise für Energieprodukte um 5,7 Prozent unter die Inflationsrate. Während die Strompreise erneut auf 17,6 Prozent stiegen, sank der Preis für leichtes Heizöl um mehr als ein Drittel.

Testatis sagte, der rasante Anstieg der Strompreise sei vor allem auf die Abschaffung der EEG-Steuer vor einem Jahr zurückzuführen. Seit dem Jahr 2000 unterstützen deutsche Verbraucher den Umstieg auf erneuerbare Energien direkt durch einen Zuschlag auf die Stromrechnung.

Menschen besuchen am 1. Februar 2023 ein Einkaufszentrum in Berlin. (Foto: Stephen Zeitz/Xinhua)

Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist nach wie vor niedrig, die Prognose der Verbraucherstimmung des Marktforschungsunternehmens GfK für August verbessert sich jedoch leicht auf minus 24,4 Punkte. „Der Hauptgrund für den nachlassenden Pessimismus ist die Erwartung sinkender Inflationsraten“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl Ende Juli.

Bürkl warnte jedoch davor, dass der private Konsum „möglicherweise keinen positiven Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum leistet“, da die Verbraucherstimmung in den kommenden Monaten voraussichtlich niedrig bleiben werde.

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Nach einer technischen Rezession, begleitet von zwei aufeinanderfolgenden Quartalen wirtschaftlicher Schrumpfung, ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach vorläufigen Zahlen von Testatis im zweiten Quartal 2023 nicht mehr gesunken.

„Es gibt einige positive Trends beim privaten Konsum und bei den Investitionen, aber das reicht nicht aus, es ist zufriedenstellend“, sagte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck Ende letzten Monats.

Die deutschen Verbraucherpreise normalisieren sich langsamer als anderswo in Europa, wobei die Inflation in der Eurozone laut dem europäischen Statistikamt Eurostat im Juli voraussichtlich auf 5,3 Prozent sinken wird.

Menschen stehen am 22. August 2022 vor der Euro-Skulptur in Frankfurt. (Xinhua/Shan Weiyi)

Mit ihrer jüngsten Leitzinserhöhung auf 4,25 Prozent will die Europäische Zentralbank (EZB) die Inflation in der Eurozone wieder unter ihr Ziel von 2 Prozent drücken. „Während einige Maßnahmen Anzeichen einer Lockerung zeigen, bleibt die Kerninflation insgesamt hoch“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Velten Huber

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