Magische Damensitzung

Eine kleine Elfe mit einem Zauberstab ist in diesem Jahr das Symbol für die Fastnachtssitzung der Damen in der Jahnhalle. Sie stand für das Motto Magisch närrisch und auch keck verzaubern Euch die Weisse Fräck“.

Und tatsächlich verströmte diese Damensitzung wieder von der ersten Minute an ihren ganz besonderen Zauber über die 640 fröhlich verkleideten Frauen im ausverkauften Saal. Die Damen des Elferrates machten den Auftakt mit einem Tanz zu „Es rappelt im Karton“ – da johlten schon die ersten Wohoo!-Rufe durch die Halle. Prächtig ging es weiter, denn der darauffolgende Einmarsch des kompletten Damen- und Herrenelferrates mitsamt den Tanzgarden „WF Girls“ und „WF Thunder“ tauchte die Bühne in ein fulminantes Bild in rot-weiß. Die wunderbar aufgelegte Sitzungspräsidentin Michaela Christmann-Bott startete das Programm und ließ zunächst ein Gelöbnis sprechen: „Kommt ein Mann uns in die Quere, weil ein Tanz so schön jetzt wäre, sagen wir ihm „Horsch emal: an Fastnacht gibt’s nur Damenwahl!“ – Wir geloben!“

Das Protokoll kam in diesem Jahr von Susanne Bilse, die es geschafft hatte, eine Karte für die Sitzung zu ergattern: „Leichter hast Du einen 6er im Lotto.“ Da konnte das Publikum nur lachen und zustimmen. Im Anschluss daran sorgten die „One Night Dancer“, die nur ein einziges Mal im Jahr auf die Bühne kommen und nur für die Damen der Weisse Fräck mit einem erst mystischen Tanz, der dann aber von kurzen Shorts und Sunnyboys abgelöst wurde, für Riesenapplaus.

Manfred Bührmann und Julian Gamper folgten: Zwei Ordnungshüter, die die Veranstaltung auf Fastnachtstauglichkeit prüften. Geprüft wurden die „Lui­widdongdasch aus GroKo-Leder“ und die Leitungsperson, also die Präsidentin, und obwohl diese „unklarer Herkunft“ zu sein schien, hatten die beiden am Ende eines äußert unterhaltsamen Prüfverfahrens den Saal als fastnachtstauglich einstufen können.

Es konnte also weitergehen, und zwar mit einem weiteren Highlight: Eberhard Röthgen, kurz der „Eb“, berichtete von seinem Escort-Service. Er begleitet Frauen beim Shoppen. Ein einträgliches und unterhaltsames Gewerbe. Und als der charmante Plauderer dann noch zur Gitarre griff und sang: „Ich geh so gerne shoppen …. trinke!“ da hatte er die Frauen schon für sich gewonnen. Seine Version von „Despacito“ kam denn auch so gut an, dass die Frauen ihn gar nicht mehr wieder gehen lassen wollten.

Im Anschluss brachten die WF Butterflies, geleitet von Lisa Gamper und Nicola Metzroth, einen spektakulären Showtanz auf die Bühne. Optisch bot die folgende Erika Bottländer einen deutlichen Kontrast zu dieser Gruppe. Mit Riesenpantoffeln, Filzjäckchen, Cognakschwenkerbrille und XXL-Handtasche eroberte sie mit ihren frechen Anekdoten aus ihrem Eheleben die Herzen der Frauen. Vielleicht denkt er, er sei das schärfste Messer in der Schublade, der „Johnny Depp von de Noh. … Ja, wenn er den Johhny weglässt.“ „Dünnes Eis, ganz dünnes Eis“ habe ihr Mann sie gewarnt. Schließlich sei sie auch in einem Alter, in dem „happy“ und „birthday“ getrennte Wege gingen. Herrlich.

Es folgten die El Toreros aus Fürfeld mit einem schaurig-schönen und vor allem fetzigen Tanz die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes zum Beben. Der Elferratstisch der Damen kam gewaltig ins Schwanken, im Saal tobten die Frauen.

Das Finale der ersten Halbzeit krönten die Hofsänger mit ihren Liedern „wenn nicht jetzt, wann dann“ und „Zauberstab“ (im Original Moviestar), wobei ein Leuchtstab vor der schwarzen Hose locker hin und her baumelte.

Die zweite Hälfte wurde von der stimmgewaltigen Eva Ender eröffnet. Mit einem Medley aus den Hits „I have nothing“, „Price Tag“ und „Chöre“ riss sie das Publikum direkt mit und setzte die perfekte Stimmung für die restliche Sitzung. Im Anschluss zeigte die Garde „Thunder“ unter der Leitung von Jessica Trautmann und Lilia Leonhard-Trautmann einen schmissigen Marschtanz. Als Gerd Emrich seinen Vortrag über sein Liebesleben zum Besten gab, blieb kein Auge trocken: „Fünf Dinge braucht eine gute Frau: 1. Sie muss gut kochen können und ihr eigenes Geld verdienen. 2. Sie muss Humor haben und lachen können. 3. Man muss sich auf sie verlassen können, sie lügt also nicht. 4. Der Sex muss gut sein und 5. Die vier dürfen nichts voneinander wissen.“

Im nächsten Programmpunkt heizte die „Hulapalu-Gruppe“ (Johannes Dietz, Rochus Budde, Thilo Budde und Lars Müller) mit dem Lied „Johnny Depp“ die Stimmung noch einmal richtig auf. Own Risk vom VfL ließen es im Anschluss mit ihrem akrobatischen Hip-Hop-Tanz tüchtig krachen. Der Einmarsch der geschmeidigen Jungs wurde live von Alex Pereira gesungen. Die Damen im Saal waren begeistert und feierten die Tänzer unter der Leitung von Nico Pereira mit minutenlangem Beifall.

Top-Act des Abends war der Idar-Obersteiner Enzo Lorenzo. Der Bauchredner, bekannt aus dem aus dem RTL-Supertalentfinale sorgte mit seinem Affen Charly für großes Gelächter. Natürlich dauerte es nur wenige Minuten, bis sich Charly in die Kreuznacher Frauen verliebte.

Ein weiteres tänzerisches Highlight des Abends war das athletische Männerballett „First Generation“ unter der Leitung von Julia Schwarz, Robert Elman und Jennifer Müller. Nicht nur tänzerisch, sondern auch die aufwendigen Requisiten und Kulissen waren ein wahrer Augenschmaus. Mit ihren Gitarren zu den rockigen Klängen von AC/DC tanzten sie sich in die Frauenherzen.

Für ein gelungenes Finale sorgte Marie Budde mit „Herzbeben“ von Helene Fischer. Zum Ende kamen noch einmal alle Aktiven auf die Bühne. Die Damenelf zeigte eine kurze Tanzeinlage um den gelungenen Abend rund zu machen und so zu beenden, wie sie ihn auch eingeläutet hatten.

Die närrischen Damen im Saal waren verzaubert und freuen sich schon auf die 21. Damensitzung im Jahr 2019.

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