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Das Fashion Institute weckt das Dornröschen im Chemielabor

Friedmann Nun, wie wir wissen, ist das Kostüminstitut die einzige Abteilung des Museums, die für ihr Betriebsbudget – und ihre Ausstellungen – selbst aufkommen muss. Man muss also dem Geld folgen. Und sicherlich besteht ein Teil der Rolle der Mode in diesem Museum, insbesondere seit Kurator Andrew Bolton die Leitung übernommen hat und mit der Erstellung dieser wunderbaren konzeptionellen Ausstellungen begonnen hat, darin, als leichter zugänglicher Einstiegspunkt in die größere Institution zu dienen und Menschen durch die Türen zu bringen. Ich erinnere mich an Harold Koda, den ehemaligen Kurator des Museums, der mir erzählte, dass das Museum einst die Dezibelwerte verschiedener Ausstellungsstücke gemessen habe, und diese Werte seien die höchsten gewesen, die es je bei Ausstellungen des Costume Institute gegeben habe, weil jeder sicher sei, eine Meinung über die Kleidung zu haben. Ich denke, diese Show wird für Aufsehen sorgen, weil viele der ausgestellten Outfits so bezaubernd sind und weil sie Bat-the-Bunny-ähnliche Aspekte haben. was du sagst?

Farago Ich habe echte Vorbehalte gegenüber Interaktivität und Immersion, was die Bemühungen dieser Show, Kleidung sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus poetischer Sicht zu betrachten, untergräbt. Diese bifokale Technologie ist ein interessanter Ansatz, und Sleeping Beautys wäre für das halbe Budget vielleicht doppelt so gut gewesen.

Aber wir sollten über den Inhalt dieser Show sprechen, bevor wir uns mit dem Stil befassen – soweit beides voneinander getrennt werden kann….

Friedmann Die Erklärung hat mit dem Verfall oder dem Verfall der Kleidung in der Museumssammlung zu tun (Kleidung mit „inhärentem Laster“, mein neuer Lieblingsbegriff), was Bolton zum Nachdenken über Pflanzen, Tiere usw. usw. brachte, was Bolton zum Nachdenken brachte Pflanzen, Tiere usw. Daraus ergaben sich die Themen, nach denen er die Ausstellung zusammengestellt hat. Das ist zwar eine etwas verwirrende Logik, lässt sich aber im Grunde so zusammenfassen: Mode wurde von der Natur beeinflusst, seit sie in Mode kam!

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Es ist ziemlich offensichtlich, aber es macht auch Spaß, es anzusehen. Wer möchte nicht einige Zeit damit verbringen, Diors Meisterwerk eines bogenförmigen, schaumigen Perlenkleides zu bestaunen, oder ein Paquin-Mohnblumenkleid aus plissiertem Chiffon mit der Zartheit von Blütenblättern aus dem Jahr 1937 oder einen Loewe-Mantel aus einer aktuellen Modenschau, aus dem echtes Gras sprießt ? (Letzteres sollte etwa jede Woche durch ein frisches Exemplar ersetzt werden, da das Gras ohne Bewässerung nicht lange überleben kann.) Die bloße optische Anziehungskraft dieser Kleidungsstücke ist ein überzeugender Beweis dafür, dass zumindest einige Designs den zeitlosen Reiz großer Kunst haben.

Rafael Grosse

"Social-Media-Pionier. Popkultur-Experte. Sehr bescheidener Internet-Enthusiast. Autor."

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