Sternekoch Lafer kehrt zurück zu seinen Wurzeln

Heimische Produkte statt Sternküche, das ist Johann Lafers neue Gastronomie. Foto: E. Daudistel

Neue Gastronomie zu moderaten Preisen / Produkte aus der Region für regionale Gäste

Stromberg (dd). Wiener Schnitzel anstelle von Sternemenüs. Das ist das neue Konzept von Johann Lafer auf der Stromburg. Nachdem der gebürtige Österreicher jahrzehntelang als Sterne- und TV-Koch erfolgreich war, kehrt er nun zurück zu den Wurzeln. Mit der Eröffnung von „Johannes“ besinnt sich Lafer auf seine alten Stärken. Das ehemalige Bistro wurde geschmackvoll umgebaut. Hier kann der Gast die Kunst der einfachen Küche mit guten Zutaten auf gewohnt hohem Niveau genießen. „Die Preise sind moderat. Jeder kann sich ein Menü leisten“, so Lafer. Wichtig ist dem Sternekoch, dass die Produkte aus der Region kommen. Die Tageskarte mit wechselnden Gerichten soll, entsprechend der Jahreszeiten, den Gast verwöhnen. Die Preise bewegen sich bei den Vorspeisen zwischen neun und 22 Euro und für die Hauptspeisen von 18 bis 39 Euro. Natürlich darf auch der Klassiker aus Lafers Heimat nicht fehlen: Wiener Schnitzel vom Bio-Kalb mit Bratkartoffeln, Wildpreiselberen und knackigem Kopfsalat für 26,50 Euro.

„Um in der Sterneküche erfolgreich zu sein, muss jedes Deko sitzen“, macht der Sternekoch deutlich. „Es ist nicht wirtschaftlich, dass Köche mit der Pinzette die Speisen herrichten und Soßepünktchen auf dem Teller drapieren.“ Das alles müsse auch vom Gast bezahlt werden. Nach über 40 Jahren im Sternzirkus wolle er sich nun mit 61 Jahren mehr Freiheiten gönnen. Respekt habe er vor seinen Kollegen, die tagtäglich ihr Talent auf hohem Niveau unter Beweis stellten. Bei seinen Reisen habe er auch die anderen Facetten der Küche kennengelernt, von der aromatischen Streetfoodgastronomie in Asien bis zur deftigen Alpenküche aus seiner Heimat. Vielen Gästen seien die Gerichte einfach zu kompliziert und auch zu teuer gewesen. Er hat auf die Stimmen der Gäste gehört und das neue „Johanns“ auf die Erwartungen der Gäste angepasst. Jetzt bekommt der Gast mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert auf rund 60 Euro. Dabei kommen Produkte von regionalen Anbietern auf den Teller. An die Qualität der Zutaten stellt Lafer weiterhin hohe Ansprüche. „Wo Lafer draufsteht, ist auch Lafer drin“, versichert er. Auch wenn er weiterhin nicht immer selbst präsent sein wird, so wird das Küchenteam die Rezepte nach seinen Wünschen umsetzen.

Worauf der neue Lafer setzt, ist die Regionalität. Dabei ist es ihm wichtig, dass Gäste aus der weiteren Region zu ihm ins „Johanns“ kommen. Das  wunderbare Ambiente mit Burghof, Rosensaal und Restaurant bietet sich für individuelle Feiern, romantische Hochzeiten, Sommer- wie Winterfeste in traumhafter Kulisse geradezu an. Und auch für Tagungen sind Lafer und sein Team auf der Stromburg gerüstet. „Wir wollen uns einem breiteren Publikum öffnen, eine entspannte Atmosphäre bieten und trotzdem exzellentes Essen servieren und damit Genießer aus der Region und der Ferne ansprechen.“ Auch sind neben dem Sommerfest weitere Publikumsevents angedacht. Zudem wurde in den letzten zwei Jahren die gesamte Stromburg inklusive Hotel grundsaniert. Es stehen 14 traumhafte, individuelle und moderne Zimmer und Suiten – jeweils nach namhaften Köchinnen oder Köchen benannt – zur Verfügung.

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