Elektroniker-Handwerk zieht motivierte Lehrlinge an

Die Elektroniker-Innung begrüßt ihre neuen Lehrlinge in der Berufsbildenden Schule TGHS Bad Kreuznach. Obermeister Rolf Steffen, Fachlehrer Harald Großmann und die Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses informierten über Lehrplan und Prüfungsdetails. Junge Elektronikerinnen, bedauert der Obermeister, seien leider noch immer sehr rar, obwohl der Beruf auch spannend und abwechslungsreich gerade für mathe- und technikaffine junge Frauen sei.

70 Innungsbetriebe bilden 157 „E-zubis“ aus – Mit optimaler Betreuung zum Prüfungserfolg

 

Das Hightech-Handwerk ist im Aufwind: Während andere Branchen erfolglos nach Lehrlingen suchen, freuen sich die Elektroniker an der Nahe und im Hunsrück über ihre motivierten „E-zubis“. Obermeister Rolf Steffen von der Elektroniker-Innung Nahe-Hunsrück: „Unsere 70 Mitgliedsbetriebe bilden zurzeit 157 Lehrlinge aus!“

 

Dafür tun die Meisterbetriebe der Innung allerdings einiges: Die Elektroniker ziehen auf fast allen Ausbildungsmessen in der Region mit einem tollen Mitmachstand interessierte Jugendliche an und vermitteln dort auch direkt spannende Praktikumsplätze. Wer sich dann für eine Ausbildung entscheidet, findet in der Innung große Unterstützung: Beim jährlichen Lehrlingsempfang lernen Eltern und „E-zubis“ Fachlehrer und Prüfer kennen und jede Menge Infos über die dreieinhalbjährige Ausbildung. Obermeister Steffen: „Ausbilder, Lehrer, Prüfer und Eltern ziehen alle an einem Strang, um unsere jungen Leute zur erfolgreichen Gesellenprüfung zu bringen.“

 

Die meisten Lehrlinge werden zu Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet. Im Kreis Bad Kreuznach  sind es 54, im Kreis Rhein-Hunsrück 82. Den Beruf des Informationselektronikers lernen insgesamt 10 Jungen und ein Mädchen; dann gibt´s noch drei künftige Elektroniker für Automatisierungstechnik und sieben Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik. Fachlehrer Harald Großmann von der Bad Kreuznacher Berufsschule lobt den Jahrgang, der jetzt zur Gesellenprüfung ansteht, und bescheinigt den Lehrlingen „hohe Erfolgsaussichten“. Auch Fachlehrer Michael Lentes von der Simmerner Berufsschule freut sich über die „gut gefüllten Klassen“ und sieht viel Potential bei den neuen Berufsanfängern: „Im ersten Lehrjahr sind sehr, sehr gute dabei!“

 

In Betrieb, Schule, und auch auf überbetrieblichen Lehrgängen in Koblenz werden die Lehrlinge fit für die anspruchsvolle Gesellenprüfung gemacht. Die wird in zwei Teilen durchgeführt: Die Ergebnisse aus dem ersten Prüfungsteil nach zwei Jahren zählt als Teil der eigentlichen Gesellenprüfung, die zum Abschluss der Lehrzeit durchgeführt wird. Mit speziellen Kursen bereitet die Innung die Lehrlinge nochmal auf die Abschlussprüfung vor. Die Vorsitzenden Manfred Heinrich und Winfried Berg von den Gesellenprüfungsausschüssen in Bad Kreuznach und Simmern können stolz auf die hohe Bestehensquote sein.

 

Kompetente Elektroniker-Gesellen können die Innungsbetriebe auch gut gebrauchen, denn die Auftragsbücher sind prall gefüllt, bestätigt Obermeister Steffen. Trotzdem: „Das Lernen hört nach der Lehrzeit keineswegs auf.“ Beim monatlichen E-Treff halten sich die „alten Hasen“ und die neuen Handwerksgesellen auf dem neuesten Stand der Technik.