August 14, 2022

Kreuznacher Rundschau

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Der deutsche Staatschef versammelt Arbeitgeber und Gewerkschaften, um die Inflation zu bekämpfen

BERLIN – Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Montag führende Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter in seinem Berliner Büro versammelt, um nach Möglichkeiten zu suchen, die Auswirkungen steigender Preise anzugehen und gleichzeitig die Inflationsspirale in Europas größter Volkswirtschaft einzudämmen.

Bundeskanzler Olaf Scholz spricht am 28. Juni auf einer Medienkonferenz während des G7-Gipfels auf Schloss Elma in Grune, Deutschland. Martin Meissner/Assoziierte Presse

Angesichts einer jährlichen Inflationsrate von 7,6 Prozent in Deutschland kündigte die Regierung am Montag das erste einer Reihe von Treffen an, die darauf abzielen, eine breite Koalition für Lösungen zu finden. Auch der Bundesbankchef stand auf der Gästeliste.

Ein Sprecher von Scholz, Steffen Hebestreit, sagte, „wir sollten Ergebnisse im Herbst haben“, sagte aber nicht genau wann.

Tarifverträge werden in Deutschland in der Regel in branchenübergreifenden Verhandlungen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geschlossen.

Als er vor einem Monat sein „koordiniertes Vorgehen gegen den Preisdruck“ ankündigte, verwies Scholes auf einen kürzlich erfolgten Deal im Chemiesektor als „sehr interessante“ Lösung.

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter einigten sich auf eine Einmalzahlung von 1.400 Euro pro Mitarbeiter. Aber sie haben Gespräche über formelle Lohnerhöhungen auf Oktober verschoben, in der Hoffnung, dass die wirtschaftlichen Aussichten bis dahin klarer sein werden.

Am Sonntag versuchte Scholz, Vorschläge zu zerstreuen, dass solche Einmalzahlungen seiner Meinung nach formelle Gehaltserhöhungen ersetzen sollten. „Niemand schlägt vor, dass es deswegen keine Reallohnerhöhungen geben soll“, sagte er der ARD.

Deutschland hat Anfang Juni vorübergehend die Steuern auf Dieselkraftstoff und Benzin gesenkt und ein supergünstiges Ticket eingeführt, mit dem die Menschen alle öffentlichen Verkehrsmittel im Nah- und Regionalverkehr für neun Euro (weniger als 10 US-Dollar) im Monat nutzen können. Diese Aktivitäten dauern drei Monate.


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