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Ajanibbe-Lochrätsel

Dieses vom Rover Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation aufgenommene Bild zeigt den Krater Aganippe Fossa, eine prächtige Schlucht am Fuße des riesigen Vulkans Arsia Mons auf dem Mars. Bildnachweis: ESA/DLR-Zentrum/Freie Universität Berlin

Ein faszinierendes Feature steht im Mittelpunkt dieses neuen Bildes der Europäischen Weltraumorganisation Mars Express:Eine dunkle, unebene Narbe schneidet durch den Marmorboden am Fuße eines riesigen Vulkans.

Diese als Aghanbi-Krater bekannte Narbe ist ein unregelmäßiges, etwa 600 Kilometer langes Gebilde, das als „Aghanbi-Krater“ bekannt ist.Zwei Krähen‚: Eine grabenartige Rinne mit steilen Wänden auf beiden Seiten.

Ajanibbe-Loch schneidet die Unterseite von einem MarsDer Rover Mars Express überwacht regelmäßig Arsia Mons und seine nahegelegenen Begleiter in der Tharsis-Region, wo es mehrere riesige Vulkane auf dem Mars gibt. Dazu gehört Olympus Mons, der höchste Vulkan im Sonnensystem (dargestellt in der Kontextkarte, die mit diesem neuen Bild verknüpft ist, sowie Arsia Mons).

Der Berg Arsia selbst hat einen Durchmesser von 435 Kilometern und erhebt sich mehr als 9 Kilometer über die umliegenden Ebenen. Zur Veranschaulichung: Der höchste ruhende Vulkan der Erde, Ojos del Salado an der Grenze zwischen Argentinien und Chile, ist weniger als 7 Kilometer hoch.

Eine weitere Ansicht des Aghanbe-Kraters

Dieses Bild zeigt den Ajanipi-Krater, eine gewundene Schlucht am Fuße des riesigen Vulkans Arsia Mons auf dem Mars, in einem größeren Kontext. Der durch das größere weiße Quadrat markierte Bereich zeigt den Bereich, der von der hochauflösenden Stereokamera an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express am 13. Dezember 2023 während der Umlaufbahn 25189 abgebildet wurde, während das kleinere weiße Quadrat einen Teil der in diesen neuen Bildern sichtbaren Oberfläche zeigt. Urheberrecht: NASA Science Team/Mars Observatory/Los Angeles Observatory

Lavaversickerung

Wir sind immer noch nicht sicher, wie und wann sich der Aganibi-Krater gebildet hat, aber es ist wahrscheinlich, dass er entstand, als Magma unter der massiven Masse der Tharsis-Vulkane aufstieg und die Marskruste ausdehnte und riss.

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In dieser Ansicht erfasst die hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord von Mars Express zwei verschiedene Arten von Gelände: sogenanntes bergiges Gelände, das aus vielen unregelmäßig geformten Hügeln und Tälern besteht, die alle aneinandergereiht sind, und gelapptes Gelände, das aus leicht abfallenden Hügeln besteht Hänge und felsiges Geröll.

Topographie des Aganibi-Kraters

Dieses farbcodierte topografische Bild zeigt den Ajanipi-Krater, eine gewundene Schlucht am Fuße des riesigen Vulkans Arsia Mons auf dem Mars. Es wurde aus Daten erstellt, die am 13. Dezember 2023 von der ESA-Raumsonde Mars Express gesammelt wurden, und basiert auf einem digitalen Geländemodell des Gebiets, aus dem die Topographie der Landschaft extrahiert werden kann. Tiefer gelegene Teile der Oberfläche erscheinen in Blau und Lila, während höher gelegene Bereiche in Weiß und Rot erscheinen, wie auf der Skala oben rechts dargestellt. Urheberrecht: Europäische Weltraumorganisation/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/Freie Universität Berlin

Dieses Gelände ist ein charakteristisches Merkmal des „Heiligenscheins“ des Mount Arsia, einer 100.000 Quadratkilometer großen Scheibe um die Basis des Vulkans, die wahrscheinlich mit alten Gletschern in Verbindung gebracht wurde. Interessanterweise bildete sich dieser Halo nur auf der Nordwestseite des Vulkans, wahrscheinlich aufgrund der vorherrschenden Winde aus der entgegengesetzten Richtung, die kontrollierten, wo sich das Eis im Laufe der Zeit ablagert.

Wind, Staub und Sand trugen ebenfalls zur Bildung dieses Marsflecks bei und erzeugten interessante zebraartige Muster auf der rechten Seite des Bildes, wo dunkles Material auf hellerem Boden abgelagert wird (oder umgekehrt!). Die Oberfläche weist hier auch Hinweise auf Lavaströme auf, die aus der Zeit stammen, als der Vulkan aktiv war.

Aganibe-Krater in 3D

Dieses Stereobild zeigt den Ajanipi-Krater, eine gewundene Schlucht am Fuße des riesigen Vulkans Arsia Mons auf dem Mars. Die stereoskopische Bildgebung ermöglicht dreidimensionales Sehen bei Betrachtung mit einer Rot-Grün- oder Rot-Blau-Brille. Bildnachweis: Europäische Weltraumorganisation/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/Freie Universität Berlin

Erforschung des Mars

Die Raumsonde Mars Express umkreist den Roten Planeten seit 2003. Sie hat die Oberfläche des Mars abgebildet, seine Mineralien kartiert, die Zusammensetzung und Zirkulation seiner dünnen Atmosphäre bestimmt, den Untergrund seiner Kruste erkundet und untersucht, wie verschiedene Phänomene im Mars interagieren Umfeld.

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Das HRSC-Instrument der Raumsonde, das für diese Bilder verantwortlich ist, hat in den letzten 20 Jahren viel über die vielfältige Marsoberfläche enthüllt. Seine Fotos zeigen alles von Vom Wind geformte Hügel und Schluchten Von Kratern an den Seiten gewaltiger Vulkane bis hin zu Einschlagskratern, tektonischen Verwerfungen, Flusskanälen und alten Lavabecken. Die Mission war während ihrer gesamten Laufzeit äußerst produktiv und hat zu einem umfassenderen und genaueren Verständnis unseres Planetennachbarn geführt als je zuvor.

Die hochauflösende Stereokamera (HRSC) der Raumsonde Mars Express ist ein fortschrittliches Bildgebungssystem zur detaillierten Untersuchung des Mars. Ich habe es veröffentlicht Europäische Weltraumorganisation Im Jahr 2003 gelang es dem High-Resolution Mars Observatory, 3D-Bilder der Marsoberfläche aufzunehmen, wodurch Wissenschaftler die Topographie und Form des Planeten in beispielloser Detailgenauigkeit untersuchen konnten. Dieses Kamerasystem verwendet holografische Techniken, um Farbbilder zusammen mit topografischen Karten zu erstellen und Forschern dabei zu helfen, die Geologie, Zusammensetzung und physikalischen Prozesse des Mars zu analysieren. Das hochauflösende Mars-Observatorium hat maßgeblich dazu beigetragen, Einblicke in die frühere Wasseraktivität, vulkanische Aktivität und andere dynamische Prozesse des Planeten zu liefern.

Magda Franke

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