Sanierung des Brückenhauses zu teuer für Privatmann

Die Bauaufsicht reagiert sofort: Das Brückenhaus wird zur Sicherung abgestützt

Das Brückenhaus, erbaut 1609 und unter Denkmalschutz stehend, weist erhebliche Schäden am Tragewerk auf. Durch Umbauten und damit einhergehende statische Veränderungen sind Balken gebrochen oder verformt. Außerdem ist das Holz durch Schädlinge angegriffen. Schon im Frühjahr war der beauftragte Architekt Sandro Ferri zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gebäude zur Instandsetzung mit einem Stahlgerüst abzustützen werden muss. Nächste Woche werden die Stahlstützen gegen stärkere, nicht sofort verfügbare, ausgetauscht.

Bauverwaltung reagiert sofort und stützt das marode Haus ab

Bad Kreuznach. Das Brückenhaus, das als Haus mit dem „Geschoss der Schweden“ bekannt ist, weist erhebliche Schäden am Tragewerk auf. Unter anderem sind Balken gebrochen oder verformt und das Holz durch Schädlinge angegriffen. Die nötige Investitionssumme zur denkmalgerechten Restaurierung beläuft sich auf mindestens 900.000 Euro.

Das ist zu viel für den Eigentümer des historischen Gebäudes, Klaus Endemann, wie gestern (30.10.2019) im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr informiert wurde. Der beauftragte Architekt Sandro Ferri stellte dem Gremium die Schäden am Bauwerk vor. Ziel der Stadt ist es nun, Alternativen zur dauerhaften Sicherung des Bad Kreuznacher Wahrzeichens zu erarbeiten.

 

„Die Alte Nahebrücke mit den Brückenhäusern ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt. Als Stadtverwaltung tragen wir Verantwortung für das beliebte, überregional bekannte und beworbene Wahrzeichen von Bad Kreuznach“, appelliert Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer an den unbedingt notwenigen Erhalt des Brückenhauses. Eine würdige und nachhaltige Sanierung sei eine Verpflichtung der Stadt. Im Jahr 1609 errichtet, ist das Gebäude das älteste der architektonischen Kleinode über dem Mühlenteich. Seit den 80er-Jahren stehen die vier Brückenhäuser unter Denkmalschutz.

 

 

Drei mögliche Szenarien

Da der Investor die unerwartet hohen Kosten zur Sanierung nicht alleine tragen will, sind drei Vorgehen denkbar, so Kaster-Meurer. 1. Endemann verbleibt im Besitz der Immobilie, die Stadt beantragt beim Land erhöhte Zuschüsse für die Instandsetzung. 2. Die Stadt kauft das Brückenhaus zurück. Eine angemessene Sanierung ist hier nur durch eine entsprechende Förderung (Städtebaufördermittel) durch das Land möglich. 3. Gründung einer Bürgerstiftung, in der sich Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Denkmals einbringen können. Über die einzelnen Optionen wird nun in den Fraktionen beraten.

Seit heute Nachmittag (31.10.2019) ist es zur Sicherung mit Stahlstützen auf der Seite des Mühlenteichs abgestützt.

 

 

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