Mahnwache vor dem Stadtwerke-Forum

Mitglieder von Greenpeace demonstrierten vor dem „Energie Forum“ für den schnellstmöglichen Kohleausstieg und für den Einsatz erneuerbarer Energien. Foto: Greenpeace

Greenpeace fordert sauberen Strommix

Bad Kreuznach (red). Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach haben am Dienstag, 28. Mai, vor dem „Energie Forum“ der Kreuznacher Stadtwerke in der Wilhelmstraße für den schnellstmöglichen Kohleausstieg und für den Einsatz erneuerbarer Energien demonstriert.

„Zwar gibt es bundesweit einen Fahrplan für den Kohleausstieg, bis 2022 sollen die ersten 12,5 Gigawatt installierte Kraftwerksleistung abgeschaltet werden“, so Torsten Bensing, Sprecher von Greenpeace. „Doch ein wirkliches Ende der Kohlekraft in Deutschland ist erst für das Jahr 2038 vorgesehen. Das ist viel zu spät!“

Denn Deutschland verbrenne mehr klimaschädliche Braunkohle als jedes andere Land der Welt. „Die dreckigen Kraftwerke müssen schleunigst abgeschaltet werden, wenn wir es schaffen wollen, wie im Pariser Klimaabkommen gefordert, die globale Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, so der Umweltschützer. Industrienationen müssten den Ausstoß ihrer Treibhausgase bis 2035 auf beinahe null bringen – und das gelingt nur mit einem vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung.

„Eigentlich darf man von den Stadtwerken, welche zum Großteil in Besitz einer Kurstadt sind, die in einer so schönen Landschaft liegt, erwarten, hier mit gutem Beispiel voranzugehen“, so der Greenpeace-Sprecher. Denn, auch wenn es in der Umgebung von Bad Kreuznach keine Kohlekraftwerke gibt, bestehe noch über die Hälfte des Strommixes aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Atom und Gas.

Das bedeute: Nicht einmal die Hälfte des Kreuznacher Strommixes wird aus erneuerbaren Energien gewonnen. Hier gehe Profitgier vor der Lebensqualität auf der Erde. Zwar bewerben die Stadtwerke auch einen Ökostromtarif, doch reiche die Kapazität dieses Angebots nur für wenige Haushalte. „Wir fordern von den Verantwortlichen der Stadtwerke schnellstmöglich ein Ausstiegsszenario aus der Kohlekraft zu erarbeiten und nur noch sauberen Strom zu verkaufen“, so Greenpeace-Sprecher Bensing.

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