Lachen hält gesund

Foto: B. Schier

Auftakt bei den Weisse Fräck mit der 1. Prunksitzung

Bad Kreuznach. Der Nachwuchs der Fastnachter der „Weisse Fräck“, die Jockelcher, leiteten mit einem Einblick in den Alltag unserer Jugend die erste Prunksitzung der Narren vom „Hochstroßeck“ein. Dann marschierten die Großen ein: Herrenelferrat, Damenelferrat und die Tanzgarden „Thunder“ und „Girls“ boten ein fantastisches Bild in den Vereinsfarben rot und weiß.  Die Tänzerinnen der Thunder präsentierten unter der Leitung von Jessica Trautmann und Lilia Hofmann ihren schwungvollen Gardetanz, bevor Sitzungspräsident Olaf Budde im Protokoll mit mahnenden Worten die Politik des vergangenen Jahres pointierte: „Ob Trump, ob Höcke, Le Pen und Ferrage, ob Wilders, Johnson und Petrys Bagage, wenn merr die all hert, dann mehnt mer gleich, merr wär zurück im Dritten Reich.“

Eine Stimmungsrunde mit dem Saalmusikus Alexander Mohnfeld leitete dann über zum begeistert aufgenommenen Vortrag von Joshua Vogelsang, der einen amüsanten Einblick in den Familienurlaub bot. Während da noch ganz entspannt gelacht und gejohlt wurde, stockte man einem bei der folgenden Nummer der Atem: Bei der jungen Kreuznacher Cheerleadertruppe „BK-Cheetahs“ unter der Leitung von Sandra Krick, wurde gewirbelt, getobt und geturnt, dass die schlanken Körper nur so durch die Luft flogen. Danach gewährten die „Weisse Fräck“ Junioren den Vertretern der Presse und den anwesenden Gästen Einblicke in eine Zeitungsredaktion. Schlagzeilen, Schlagzeilen!, forderte da der Reporter Norbert Räuber – und geliefert wurde prompt. Zum Beispiel mit dem Tumpeltower á la Täubchen, das verkauft und zum Puff umgebaut werden soll. Dass dann Reporter, Leser und Objekte des öffentlichen Interesses auf der Bühne ein gemeinsames Lied singen, das gibt es allerdings dann nur an Fastnacht. Topp-Stimme: Anna-Lena Zimmermann.

Als besonders stimmgewaltig sind die Hofsänger der „Weisse Fräck“ bekannt. Sie hatten die Texte bekannter Gassenhauer wie „das Lied der Schlümpfe“, „Champs-Élysées“ oder das „Ehrenwerte Haus“ umgetextet und sich so über Verwaltung und Stadtrat lustig gemacht. Mit „Gässjer vun de Noh – das Nohbrick Halleluja“ begeisterten sie das Publikum aber auch wieder mit einer Liebeserklärung an unsere Heimat. Den Auftakt nach der Pause machte die Gruppe um Oliver Boos, Rochus Budde, Thilo Budde, Johannes Dietz und Ingolf Kampa mit einer Eigeninterpretation des Liedes „Hulapalu“ von Andreas Gabalier, mit tänzerischer Unterstützung der Butterflies. Weiter ging es mit dem Lampenmann Edwin Beißmann, der den Gästen den Weg durch die undurchsichtigen Vorkommnisse der Stadt leuchtete. Er mahnte an, dass die „einst so stolze Sportstadt Bad Kreuznach, die sogar Olympiasieger hat“,  nicht zu kurz kommen darf, weil das Geld lieber in ein neues Stadthaus gesteckt wird.

Danach leuchteten die WF-Girls unter der Leitung von Tina Kiese mit einem fetzigen Gardetanz. Ein schöner Anblick. „Brill bleibt Brill, doch jeder sieht nur, was er will“, mit diesem Schlachtruf gab Büttenrednerin Daniela Hermes einen klaren Einblick in das Liebesleben einer Brillenträgerin. Sehr aufschlussreich. Unter der Leitung von Nico Pereira begeisterten Own Risk mit einem ihrer meisterlichen Hip-Hop-Tänze – Akrobatik pur. Weniger sportlich, aber durchaus auch hochprozentig ging es im folgenden Beitrag zu. Der Frisör Peter Lewisch philosophierte mit seinen Kunden über die kleinen und großen Probleme des täglichen Lebens. Dem Alkohol zugetan bemerkten sie, dass der Alkohol vielleicht keine Antwort ist, aber er lässt einen zumindest die Frage vergessen.

Einer der Höhepunkte der Sitzung war sicherlich auch der Auftritt der Butterflies, die mit ihrem spektakulären Showtanz die Bühne zum Beben brachten. Geleitet wird die Gruppe von Lisa Gamper und Nicola Roth. Hitzig ging es auch bei Duo Frank und Gitte Herzog zu, die sich als Torro und Torero die Frage stellten, wie man ein bisschen Pep in die Beziehung bringen könnte. Vielleicht mit einem jungen Spanier? Das Finale der Sitzung wurde von den Solisten der Hofsänger und den Aktiven des Vereins mit Kreuznachliedern gefeiert. Fröhlich weiter ging es dann in der Cocktailbar, wo zur Musik von DJ Ringelstein noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.

Restkarten für die 2. Prunksitzung am 18. Februar | 19.11 Uhr  gibt es unter der Servicetelefonnummer 0671-48367091, bei Peters Frisurenteam unter Tel. 0671-27472, der Geschäftsstelle des VfL unter Tel. 0671-32278 oder per Mail unter karten--at--weisse-fraeck.de. Die Damensitzung (10. Februar) und die Jungspundsitzung (17. Februar) sind ausverkauft.

Fotos: B. Schier

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