Für regionale Produkte werben – Umdenken durch Ernährungsbildung vorantreiben

Bad Kreuznach (red). Ein lebendiger Diskussionsabend der Veranstaltungsreihe „Mensch Martin“ des Kreuznacher Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Martin veranschaulichte am Montagabend im Brauwerk Bad Kreuznach den drängenden Handlungsbedarf für eine neue Wertschätzung von Lebensmitteln. „Viele Beispiele am Abend zeigten, dass durch gezielte Vermarktung regionaler Produkte bei gleichzeitiger Offenheit des Einzelhandels für Kooperationen mit den Bauern vor Ort der notwendige Wandel möglich ist“, freut sich der CDU-Abgeordnete über die nach vorne gerichtete Diskussion. Vielfältige Impulse von rund 70 Gästen, darunter vielen Landwirten und Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels, bereicherten den Abend, in den zuvor Johannes Zehfuß, MdL und selbst Landwirt, Alexander Krüger, Inhaber des REWE-Marktes am Grenzgraben in Bad Kreuznach und Marita Frieden, die Geschäftsführerin der LandFrauen Rheinland-Pfalz mit Expertenbeiträgen eingeleitet hatten.

Ernährungsbildung

Angesichts anhaltend starker Nachfrage nach Fertiglebensmitteln und einem weiterhin niedrigen Verkaufsanteil regionaler Produkte von 1-2% nahm das Thema Ernährungsbildung einen breiten Raum in der Debatte ein. „Ernährungsbildung in der Schule muss ein fester Bestandteil des Lehrplanes werden. Auch der verpflichtende Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs als fester Bestandteil der Schullaufbahn unsere Kinder – wie in Bayern umgesetzt – sind notwendige Veränderungen, die angestoßen werden müssen“, greift der Kreuznacher CDU-Abgeordnete zwei Forderungen der Landfrauen auf.

Genauso bedeutsam waren aber auch die zahlreichen Wortmeldungen aus dem Saal, die sich für ein Umdenken der Verbraucher stark machten. „Essen ist gut für die Ernährung“, zitierte der Landtagsabgeordnete einen Spruch aus Kindermund, den er bei einem Besuch einer Kita in Winzenheim mitgenommen hat. „Wir müssen bei den Kleinen anfangen und auch wieder Kochen lehren, damit früher Selbstverständliches wieder zur Normalität wird“, erläutert Helmut Martin und ergänzt: „Verbraucher, Handel und Landwirte müssen und können hier an einem Strang ziehen, damit wir eine neue Balance von hoher Qualität und bezahlbaren Preisen finden und wieder zu einer Wertschätzung von Lebensmitteln und denjenigen erlangen, die uns damit versorgen.“

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