Foto-Ausstellung „Begegnung“ im Künstlerbahnhof Ebernburg e.V.

Besucher der Vernissage am 13.12.2019 im Künstlerbahnhof Ebernburg bewegen sich durch die Foto-Ausstellung. Foto: Hans-Joachim Gellweiler

Vernissage mal ganz anders

Am Freitag, den 13. 12. strömten dagegen die Gäste in die Räume des Künstlerbahnhofs Ebernburg, der mit der Ausstellung „Begegnung“ ein partizipatives Projekt als Einstand des neuen Vorstands gab. Dem Aufruf zur Einsendung der Fotografien im Format 20x20 unter dem Motto „Begegnung“ waren mehr als hundert Fotografierende, sowohl Amateure als auch Profis, gefolgt. Die Fotos wurden ohne Ausnahme gehängt, jeder Einsendende war diesmal sein eigener „Kurator“.

Am Vernissage-Abend und auch an den folgenden beiden gut besuchten Öffnungstagen beeindruckte die Erweiterung der Ausstellungsfläche. Die Fotos hingen nicht an den Wänden, sondern waren in ausgewählten Vierergruppen beidseitig auf Pergament-Fahnen befestigt, welche Zwischenräume, Durchblicke und überraschende Begegnungen ermöglichten, aber auch in Bewegung gebracht werden konnten. Ein wenig wurde dadurch auch die Zweidimensionalität der Fotografie gebrochen, die hier durch den besonderen Ausschnitt die Kreativität und das Handwerk der Teilnehmenden besonders herausforderte.

So zahlreich die Einsendungen waren, so vielfältig waren auch die Perspektiven auf das Thema, die von Reisebegegnungen, über hintergründige Blicke auf Beziehungen oder gesellschaftliche Tabus bis hin zur symbolischen Sicht reichten. So steht zum Beispiel der Polizist mit dem Obdachlosen und dem Gauner zusammen an der Wärmetonne oder es verschwindet ein Liebespaar ganz hinter traditioneller japanischer Dekoration. Es begegnen sich ein Krebs und ein ausgedientes Handy auf dem Meeresboden in rostigem Grüngrau oder es schillert die Milchstraße über dem nächtlichen Wald. Oft ist es der Fotograf, der einem Tier oder der Natur begegnet, in vielen Fotos ist die Begegnung aber dem Bild inhärent. Einzelne versuchen auch, mit dem vorgegebenen Ausschnitt zu spielen, so, wenn eine Person nicht nur in eine Pfütze, sondern auch in das Bild hineinspringt.

Der erweiterte Vorstand des Künstlerbahnhofs brachte zur Vernissage das Publikum mit Impulsvorträgen à la „Speakers Corner“ performativ in Aktion. Dabei wurden kurze gedankliche Anregungen zum Thema „Begegnung“, zur Kunstform Fotografie, zum Format 20x20 und zu Anfang und Ausblick der Arbeit des neuen Vorstands gegeben.

Der Atelierraum hatte sich an diesem Abend in ein „tablao“ verwandelt, eine kleine Bühne – adventlich dekoriert – auf der Gitarrist Fernando Feas instrumentalen Flamenco darbot. Die Projektionen mit dem Beamer im Foyer beleuchteten die Themen des Abends zudem von ihrer heiteren Seite, die mit Glühwein, Wein und Plätzchen abgerundet wurde.

Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten mehr, wer die Ausstellung aber noch sehen möchte, kann sich ab sofort bis zum 10. Januar per E-Mail über atelier--at--kuenstlerbahnhof-ebernburg.de beim Künstlerbahnhof melden, um einen Besichtigungstermin auszumachen. Weitere Kontaktdaten auch über www.kuenstlerbahnhof-ebernburg.de. Die Bewerbungsfrist für interessierte Stipendiaten für das Jahr 2020 ist wiederum bis Ende Januar verlängert.  Silke Loettel-Forderer (slf)

Das könnte Sie auch interessieren



Blut spenden – neue Termine

Gesucht: Lebensretter im Kreis Bad Kreuznach

 

Region (red). Jeden Tag brauchen wir in Deutschland 15.000 Blutspenden: Meistens sind es...

>> Weiterlesen

Sven Hieronymus in Feilbingert

Der Rocker vom Hocker kommt am 7. März mit „Als ob“

 

Feilbingert (red). Sven Hieronymus, der „Rocker vom Hocker“, präsentiert am 7. März sein...

>> Weiterlesen

Verabschiedung von Angelika Wolfram

Feilbingerter Erzieherin nimmt Abschied von der Kita

 

Feilbingert (ansi). Zum Jahresende ist die langjährige Erzieherin Angelika Wolfram in den...

>> Weiterlesen