FDP-Stadtverband setzt Stadtteilbegehung in Planig fort

V.l.n.r. Dr. Hans Helmut Wilhelm (Beisitzer FDP-Stadtverband), Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf, Jürgen Eitel (Vorsitzender FDP-Stadtverband) und Emanuel Letz (Schriftführer FDP-Stadtverband) (Quelle: Jens Wichmann (Beisitzer FDP-Stadtverband).

Riesenpotential im Bau einer Bahnhaltestelle

Planig (red). Trotz eines Unwetters trafen sich zahlreiche FDP-Mitglieder mit Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf am 23. Mai 2018 im Gasthaus Mayer in Planig, um über die Entwicklung des Stadtteils zu diskutieren.

Dabei kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus: Planungsstand neues Feuerwehrhaus, sog. Löschzug KH-Ost, Gestaltung der Ortsmitte, Neubaugebiet Planig, Friedhof, Bahnhaltestelle und die Verkehrsentwicklung Mainzer Straße.

Seit 2016 sollte die Planung des neuen Feuerwehrhauses gegenüber der Möbelfundgrube abgeschlossen sein und die Stadtteile Planig, Bosenheim und Ippesheim rechneten eigentlich mit dem baldigen Baubeginn. Doch bis heute sei nichts geschehen. Auf Rückfrage bei Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer durch Gaul-Roßkopf sei am 22. Mai 2018 die ernüchternde Antwort gekommen, dass es Komplikationen gäbe. Dabei sei das aktuelle Feuerwehrhaus in einem desolaten Zustand. Es gäbe keine Toiletten, keine Duschen und nur gemeinsame Spinde neben dem Feuerwehrauto in der Zehntscheune.

Die FDP sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Diese Zustände seien nicht akzeptabel und forderten die schnelle Umsetzung des Neubaus. Es ginge schließlich auch um die Wertschätzung der freiwilligen Helfer in der Feuerwehr und das Einhalten von Richtlinien, die in den aktuellen Räumlichkeiten nicht gegeben seien.

So lange der Neubau des Löschzuges Ost nicht abgeschlossen ist, könnten die Planiger, so Gaul-Roßkopf, den Ortsmittelpunkt nicht entsprechend planen und gestalten, da die Zehntscheune, in der sich aktuell die Feuerwehr befindet, Bestandteil dieser Planung sei. Hier seien z.B. Veranstaltungsräume im Gewölbekeller für über 200 Personen, Gastronomie, eine Parkanlage, eine Elektro-Tankstelle für Fahrräder und vieles mehr vom Ortsbeirat bereits beschlossen worden.

Junge Familien wandern ab

So soll Planig ein Dorfgemeinschaftszentrum erhalten, das den Stadtteil insgesamt aufwerte und nicht nur für den Planiger lebenswerter mache, sondern auch Tourismus anlocken könnte. Schließlich hat Planig nicht nur guten Wein zu bieten, sondern auch eine Geschichte, die zurück bis auf die Merowinger blicken lässt.

Die FDP unterstützt diese Pläne. Der kürzlich im Amt bestätigte FDP-Stadtverbandschef Jürgen Eitel versprach ein Gespräch mit dem FDP geführten Wirtschaftsministerium in Mainz, um über die Finanzierungsmöglichkeiten dieses Projektes zu reden.

Problematisch sieht die FDP auch die fehlende Entwicklung eines Neubaugebietes: So sind zwar einige freie Plätze im Ort vorhanden, diese befänden sich allerdings entweder im Privatbesitz oder sind wegen der Lage nicht bebaubar. Nach Aussagen des Ortsvorstehers würden junge Familien gerne in Planig bleiben, wandern aber ab und bauen in den umliegenden Gemeinden. Abhilfe könnte da das Gebiet jenseits des Wöllsteiner Weges hinter der Möbelfundgrube Richtung Bosenheim schaffen. Dieses Gebiet sei einfach zu erschließen und liegt komplett in städtischer Hand. Auch hier verspricht Jürgen Eitel die Unterstützung durch die FDP.

Eine weitere Baustelle sieht Gaul-Roßkopf im Friedhof. So wäre es dringend erforderlich, die Wege zu erneuern. Gerade nach Regen seien die Wege nicht zumutbar. Die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Totenhalle seien sanierungsbedürftig.

Innenstadt entlasten

Riesenpotential sieht der FDP-Stadtverband in einer schon alten Forderung im Bau einer Bahnhaltestelle für Planig. Möglichkeiten böten sich im Bereich des Gewerbegebietes Felix-Wankel-Straße. Viele Menschen aus Bad Kreuznach pendelten täglich mit der Bahn und dem Pkw ins Rhein-Main Gebiet. Eine Haltestelle in dem genannten Bereich würde die Innenstadt verkehrs- und emissionstechnisch enorm entlasten, da einige Bürger durch diese Haltestelle eher die Bahn als das Auto nutzen. Auch hier wird der FDP-Stadtverband Kontakte mit dem Wirtschaftsministerium herstellen.

Positive Bilanz zieht Gaul-Roßkopf durch die Einführung der Zone 30 in der Mainzer Straße seit 2015. Im Vergleich zu anderen Straßen in Bad Kreuznach sei es im Rahmen des Verkehrskonzeptes die einzige Straße, die sich im Hinblick auf die Geräuchsemissionen bewährt habe. Wünschenswert wäre eine Erweiterung der 30er-Zone bis Ortausgang Planig Richtung Ippesheim. Jürgen Eitel gratuliert Dirk Gaul-Roßkopf für diesen Erfolg und sagt ihm auch hier seine Unterstützung durch die FDP-Fraktion zu.

Jürgen Eitel hebt die gute Arbeit des Planiger Ortsvorstehers mit seinem Ortsbeirat hervor und bedauert, dass in diesem Beirat die FDP nicht vertreten ist. Ziel ist es wieder, in alle Ortsbeiräte zurückzukehren. Planiger Bürger und Bürgerinnen können sich auch ohne FDP-Mitgliedschaft auf einer FDP Liste für den Ortsbeirat bewerben.

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