FAW unterstütze Lukas Müller auf dem Weg zum Alltagsbegleiter

V.l.n.r. Heike Kreutz, Einrichtungsleitung Haus Wohnsiedler, Lukas Müller und Margit Lukas, Pädagogische Mitarbeiterin Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), Bad Kreuznach. Foto: FAW

Kein reiner Frauenjob

Bad Kreuznach (red). „Basteln, backen und singen, also ein reiner Frauenjob“ – so wird die Tätigkeit der Alltagsbegleiter, die in Seniorenheim Beschäftigungsangebote für hochbetagte Menschen durchführen, oft gesehen. Lukas Müller (25) ließ sich von solchen Klischees nicht beeindrucken und absolvierte ein Praktikum in diesem neuen Berufsfeld. Am Ende stand eine Festanstellung mit langfristiger beruflicher Perspektive.

Wegen Lernschwierigkeiten erhielt der junge Fürfelder von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Jobsuche. „Unterstützte Beschäftigung“ heißt das Angebot des gemeinnützigen Bildungsträgers, welches von der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach initiiert und vollständig finanziert wird. Es gehört zu den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

In diesem Rahmen erprobte Lukas Müller verschiedene gewerbliche Tätigkeiten, ehe er auf Anregung von FAW-Sozialpädagogin Margit Lukas ein Praktikum im Seniorenheim absolvierte und dort die Tätigkeiten der Alltagsbegleiter in sozialen Dienst kennenlernte. „Schon im ersten Praktikum erhielt ich positive Rückmeldungen, was mich darin bestärkt hat, diesen Weg weiter zu verfolgen“, erinnert sich Lukas Müller. Um sich für eine Arbeitsstelle in der Alltagsbegleitung zu empfehlen und schon im Vorfeld des Qualifizierungslehrgangs genug Praxiserfahrung zu haben, trat er ein Langzeit-Praktikum im Senioren-Domizil Haus Wohnsiedler in Bad Kreuznach an. „Es hat sich schnell abgezeichnet, dass Lukas sehr interessiert an der Tätigkeit ist. „Auf die alten Menschen zuzugehen, ist ihm von Anfang an leichtgefallen. Er hat schnell gelernt und sich auch persönlich enorm weiterentwickelt durch die Arbeit mit alten Menschen. Schon bald hat er eigene Ideen eingebracht, Projekte vorgeschlagen und umgesetzt“, beschreibt Einrichtungsleiterin Heike Kreutz die Entwicklung ihres Mitarbeiters.

Anfang Januar schloss Lukas Müller die ebenfalls von der Agentur für Arbeit geförderten Weiterbildung zum Alltagsbegleiter erfolgreich ab und erhielt in seinem vorherigen Praktikumsbetrieb einen Arbeitsvertrag. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken fühlt sich Lukas Müller gestärkt für die kommenden beruflichen Herausforderungen. „Das Schöne an meinem neuen Beruf ist, was die Bewohner einem zurückgeben. Diese Dankbarkeit kenne ich aus anderen Jobs nicht. Hier merke ich, dass ich gebraucht werde“, beschreibt der frischgebackene Alltagsbegleiter die Vorzüge seiner Tätigkeit.

Auf dem Weg von der Berufsfindung zum festen Arbeitsvertrag wurde Lukas Müller begleitet und unterstützt von Margit Lukas und ihren Kollegen sowie dem Reha-Berater Hubert Haas von der Agentur für Arbeit. Die Kooperationspartner haben alle Schritte miteinander abgestimmt, so dass dem 25-jährigen kontinuierlich weitergeholfen werden konnte. „Sie haben mich bei Durchhängern motiviert und bei Zweifeln bestärkt. Wenn ich unsicher war, habe ich wichtige Tipps bekommen. Das hat mir sehr geholfen“, beschreibt Lukas Müller die Zusammenarbeit mit seinen Ansprechpartnern beim Bildungsträger. Auch Einrichtungsleiterin Heike Kreutz lobt die Kooperation mit der FAW: „Die Betreuung war engmaschig, Frau Lukas stand uns als Betrieb und dem Praktikanten als Ansprechpartner zur Verfügung. Gab es mal Unklarheiten oder Differenzen, hat sie vermittelt. Man merkt, dass Frau Lukas bei ihrer Arbeit mit ganzem Herzen dabei ist“.

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