Defibrillator der Dreikönigshalle rettet Leben

Symbolfoto

Besucher einer Veranstaltung wurde ohnmächtig

Kempten (red). Es ist gut, wenn sie da sind – aber noch besser ist es, wenn sie nicht in Einsatz kommen müssen. Die Rede ist von Defibrillatoren (Defis), die auch von Laien bedient werden können, um lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen zu können. Die Stadt Bingen verfügt zurzeit über 18 Defis. Anlässlich einer Veranstaltung in Kempten ist es fast zu einem „scharfen“ Einsatz des Gerätes gekommen. Ein Besucher wurde plötzlich ohnmächtig und es kam zu einem Herz-Kreislaufstillstand. Dank des couragierten Eingreifens von Marcel Bodtke, der zufällig vor Ort war, konnte Schlimmeres verhindert werden. Er hat dem Patienten die Elektroden angelegt und das sprachgesteuerte Gerät konnte nach einer Messung feststellen, dass eine manuelle Reanimation mit Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage ausreichend sei. Eine elektronische Schockgabe war nicht erforderlich.

Der Patient wurde nach der erfolgreichen Reanimation in die Mainzer Uni-Klinik gebracht und hat sich schnell von dem Vorfall erholt.

„Man sieht, wie wichtig es ist, an den verschiedenen Orten diese lebensrettenden Geräte zu haben. Und ich bin froh und dankbar, dass es Menschen wie Marcel Bodtke gibt, die sofort aktiv werden, wenn ein Notfall eintritt. Ich appelliere an jeden, genauso zu handeln – das einzige, was man falsch machen kann, ist nichts zu unternehmen. Die Defibrillatoren sind selbsterklärend und haben eine Sprachsteuerung, die eine genaue Anleitung mit entsprechenden Hinweise gibt“, so Oberbürgermeister Thomas Feser.

An folgenden Standorten sind in Bingen die Defibrillatoren angebracht: Burg Klopp, Ämterhaus, Tourist-Information, Bürgerbüro, Gartenamt, Museum am Strom, Bauhof, Schulturnhalle Bingen, Mehrzweckhalle Bingerbrück, Rundsporthalle Büdesheim, Mehrzweckhalle Dietersheim, Eisweinhalle Dromersheim, Rheinauenhalle Gauls-heim, Dreikönigshalle Kempten, Palmensteinhalle Sponsheim, Binger Friedhof, Park am Mäuseturm und Kulturzentrum. Bingen Unternehmen Zukunft hat drei Defibrillato-ren angeschafft, die im Sanitärtrakt der Vinothek, in der „Alte Wache“ und im City-CenterBingen angebracht sind. Auch das Bingerbrücker Naturerlebnisbad ist mit einem solchen Gerät ausgestattet.

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