Das sonnige Brückenfest zeigte: Die Neustadt lebt

 

Bad Kreuznach (red). Festorganisator Rainer Schmitt hatte mit seinem Optimismus Recht behalten: Dem zweiten Brückenfest lachte Sonne, die Flanier- und Kulturmeile zwischen den Brücken und dem Eiermarkt war bevölkert mit fröhlichen und entspannten Menschen. Die Frauen von Altstadtverein hatten die Betonbänke auf der Alten Nahebrücke mit Sofakissen in gemütliche Sitzgelegenheiten  verwandelt. Die Gastronomie in der Neustadt war bestens besucht. Die Neustadt lebt und wie! Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer nutzte die Eröffnung, um sich bei den zahlreichen Akteuren zu bedanken, allen voran bei zag-manager Rainer Schmitt, der in den vergangenen sechs Monaten mit einem gut motivierten Team mit vielen Ehrenamtlichen das große Fest plante und vorbereitete.

Brücken bauen zwischen Menschen aller Kulturgemeinschaften und Religionen. Unter diesem Motto stand das christlich-islamische Gebet, das Diakon Bernhard Dax (katholische Gemeinde) und Berkan Pasli (Jugendleiter der Bad Kreuznacher Ditib-Gemeinde) sprachen. Es war auch eine bunte Mischung von Menschen, die sich an einem vielfältigen Programm erfreuten. Die Schulen bewiesen einmal mehr, welche eine Bereicherung sie für die kulturelle Landschaft in unserer Stadt sind, sei es die Big Band des Gymnasiums am Römerkastell oder „Stama & LiHI Sinfonica“, die ihr Konzert mit einem Potpourri der Filmmusik zum „Dschungelbuch“ begannen. Der Nachwuchs der Musikschule Mittlere Nahe rockte auf dem Eiermarkt.

Neben der Musik war die Kunst ein Schwerpunkt des 2. Brückenfestes:  Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann, Lokalhistorikerin Marita Peil und Künstler Gernot Meyer Grönhof hatten zum Thema „Neue Zukunft für alte Orte“ Informationen für ein Symphosium „Transformationen und Umnutzungen“ erarbeitet. Sieben Künstlerinnen und Künstler setzten den Wandel von einst gewerblich genutzten Gebäuden zu ihren aktuellen Nutzungen gestalterisch um:  Joanna Whittaker-Simon widmete sich dem einstigen Stammhaus von Seitz Kolonialwaren (Eiermarkt 8) heute Michel Mort, Wolfgang Gärtner dem Eiskeller (Zwingel 5) ehemals Brauerei jetzt Privatmuseum Steffen Kaul, Henrike Franz der ehemaligen Glaserei (Schuhgasse 5), jetzt kultureller Ort (Art-Praxis Meyer-Grönhof), Rüdiger Steiner im ehemaligen Gerberviertel der Entwicklung von der Gerberei zur Lederfabrik Ackva, heute Allit Kunstofftechnik, Dr. Anton Friedt  dem ehemaligen Haus Beinbrech, Mannheimer Straße 52, jetzt Geschäft „Ellerbachperle“, Karin S. Hans,  der ehemaligen Schokoladenfabrik „Albert Wedel“, jetzt „Hut Vetter“ und Wohnhaus, Eva-Maria Bock-Meyer,  der ehemaligen Getreide-Mühle Thress heute Begegnungszentrum für Jugend und für Senioren.

In das Fest war auch wieder der „Tag der Städtebauförderung“ eingebunden mit diversen Stadtspaziergängen, Atelierführung durch Annette Bauer (Initiative Klein-Venedig-Boheme). Die Arbeiten der Studierenden der TU Kaiserslautern zur Vision „Kreuznacher Neustadt 2030“ waren im Bonhoeffer-Haus ausgestellt.

Der Abschluss des Festes war zugleich der inoffizielle Auftakt des nächsten großen Festes. „Neue Brücke zu alten Freunden“ der französische Kulturabend, die Tour de France in 100 Minuten“ weckte in der voll besetzten Loge im Haus des Gastes die Freude auf den Geburtstag „55 Jahre Partnerschaft mit Bourg-en-Bresse“ am Pfingstwochenende.

BUZ: Mit bunter und abwaschbarer Kreide durfte der Dienstwagen der Initiative „Jugend-, Projekt- und Viertelarbeit“ in der Neustadt bemalt werden. Foto: Stadt KH

FOTO: BK_Brückenfest bunte Neustadt KW 19

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