Bauberufe im Boom

Prüfer Helmut Stallmann, Vorsitzender Harry Gehres vom Gesellenprüfungsausschuss, Prüfer Thomas Adam und Fachlehrer Peter Mittler (vlnr) von der Berufsbildenden Schule Technik in Idar-Oberstein freuten sich über die motivierten Prüflinge im Maurerhandwerk. Foto: privat

Maurergesellen sind gesuchte Fachkräfte

Region (red). „Das sind lauter fleißige Jungs“, lobte Vorsitzender Harry Gehres vom Prüfungsausschuss die künftigen Maurer und Baufacharbeiter, die konzentriert mit Steinen, Kelle und Mörtel ihre Mauern und Kamine bauten. Im neuen Haus des Handwerks, das im Berufsbildungszentrum in der Siemensstraße zurzeit entsteht, durften jetzt 27 junge Männer ihre praktische Gesellenprüfung oder ihre Zwischenprüfung erstmals in der eigenen Halle der Kreishandwerkerschaft ablegen.

Jeder Stein muss sitzen. Die Wasserwaage war fast ebenso oft im Einsatz wie die Maurerkelle. „Die Jungs kamen bei 38 Grad im Schatten ganz schön ins Schwitzen“, schmunzelte Gehres, der schon seit fünf Jahren die Prüfungen für die Bau-Innung des Kreises Bad Kreuznach abnimmt. Auch diesmal hatten sich wieder die Birkenfelder und Kreuznacher zusammengetan, um gemeinsam die Prüfung abzunehmen. Gehres: „Das hat 2015, als wir spontan mit den Birkenfeldern die Prüfung aufstellen mussten, so gut geklappt, dass wir das jetzt immer so machen können.“

Auf dem Bau schaffen die Maurer nicht nur mit der Hand, sondern vor allem mit dem Kopf. Stabile Wände, dichte Decken und feste Böden fordern nämlich zunächst mal präzise Berechnung und fachliches Knowhow über Baustoffe und Verbundarten. Planen, zeichnen und bauen gehören deshalb zu den Prüfungsaufgaben, die aus den fleißigen Lehrlingen fachkundige Maurergesellen machen. Die jungen Maurer können sich auf gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze freuen, bestätigte Obermeister Peter Baumgärtner von der Kreuznacher Bau-Innung. „Maurergesellen haben hervorragende Berufsaussichten“, weiß er. Während rund 80% der Prüflinge von ihren Lehrbetrieben direkt übernommen werden, sind die restlichen 20% begehrte Fachkräfte.

Dabei verdienen die Lehrlinge am Bau von Anfang an gutes Geld – im dritten Lehrjahr rund tausend Euro netto monatlich. „Gute Fachkräfte sind ihr Geld auch wert“, meint Baumgärtner. Für Maurergesellen kann die Berufskarriere noch weitergehen. So können sie sich an der Berufsbildenden Schule TGHS in Bad Kreuznach zum staatlich geprüften Hochbautechniker weiterbilden. Diese werden gern von Bauämtern eingestellt oder arbeiten als Bauleiter in Betrieben. Wer eine Meisterausbildung anschließt – ein Jahr Vollzeit oder zwei Jahre „nebenberuflich“ - kann sich selbständig machen. Mit guten Noten können Maurergesellen ihr Fachabitur machen, Bau-Ingenieure oder Architekten werden, macht der Obermeister Mut.

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