Radfahren verbindet sie seit über 25 Jahren

Seit 25 Jahren sitzen sie im Sattel. Der Spaß am Radfahren ist ihre Leidenscahft. Foto: S. Kistner

Die ehemalige Radsportgruppe des TuS Dromersheim ist gern gemeinsam unterwegs

Dromersheim/Groslheim (red). Seit über 25 Jahren gehen sie einmal im Jahr auf große Tour. Die rund zehn Fahrradfahrer um den Dromersheimer Horst Meinert und den Grolsheimer Stefan Kistner pflegen ihre Tradition mit Leidenschaft. 1992 gingen sie als Radsportgruppe des TuS Dromersheim mit dem ehrgeizigen Ziel, die 670 km lange legendäre Rennstrecke Lüttich – Bastogne – Lüttich in vier Etappen zu bewältigen, gemeinsam auf Tour – damals noch alle mit dem Rennrad und ohne Gepäck.

2018 stand für die leidenschaftlichen Radsportler an drei Tagen im Mai eine immerhin noch rund 400 km lange Tour die Ruhr entlang mit leichten, aber auch bepackbaren Trekkingrädern an. Und auch nach über 25 Jahren sind sie immer noch schnell unterwegs, die Radfahrfreunde aus der Region. Diszipliniert wird Kolonne gefahren, im Wechsel den Fahrradkollegen Windschatten geboten. Der Zusammenhalt ist immer noch gut, auch wenn sich so mancher Radfahrkollege aus Alters- oder Verletzungsgründen nicht mehr wie früher jedes Wochenende trainiert oder gar ganz vom Radsport verabschiedet hat. Trotzdem treffen sich alle Aktiven und Ehemaligen mit Ehefrau oder Lebenspartnerin zwei Mal im Jahr gerne wieder – beim Grill- und beim Weihnachtsfest – das hat einfach Tradition. Gemeinsam erinnert man sich dann gerne an die ein oder andere Anekdote früherer Aktivitäten, z.B. an die erste knallharte Etappe der allerersten Tour 1992 von Bingen nach Wasserbillig als man auf dieser „Einroll-Etappe“ 160 km mit 3000 Höhenmetern schaffte. Oder an die Unterkunft zum Abschluss der „Dromersheimer Tour de France“ von 1993, die man am Zielort Venarey-Les-Laumes bezog: ein mit Matratzen und 30 alten Nähmaschinen bestückter Dachboden eines Bauernhauses. 18 kg Bananen und 50 Müsliriegel hatte damals das Begleitfahrzeug geladen, das mittlerweile wegen der mit Fahrradtaschen bestückten Tourenräder nicht mehr nötig ist, um die Tour-Teilnehmer bei Kraft und Laune zu halten. Aber die Laune der Rad-Enthusiasten wird eigentlich nur von schlechtem Wetter getrübt und meistens wird schon am Ende der Tour wieder die nächste gemeinsame Ausfahrt geplant. So wie in diesem Jahr, als man nach absolvierter Fahrt an der Ruhr entlang am Sonntagabend gemütlich im Aspisheimer Weingut Dautermann zusammen saß und überlegte, wohin es nächstes Jahr gehen soll. Die nächsten 25 Jahre können kommen. Der Spaß am Radfahren ist ungebrochen.

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