Binger Messe
vom 29. April bis 1. Mai

„O´zapft is“ in neuem Gemeindesaal

Fotos: M.McClain

„Hochstätter Schörlcher“ im Hüttenzauber

Hochstätten (mm). Bei der diesjährigen Prunksitzung der Hochstätter Schörlcher war das Motto „Hüttenzauber“ – von der Dekoration über den Elferrat und den Aktiven bis hin zum Publikum und der Musik – auch Programm. Der frisch renovierte Gemeindesaal war traditionell bayrisch in blauweiß geschmückt. Die Gäste strahlten ebenfalls in bayrischen Roben wie Dirndl oder Lederhosen, bereit, dem Elferrat pünktlich um 19.11 Uhr Einlass zu gewähren. Bei der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten Thomas Dubravsky und seinen Stellvertreter Bernd Porth wurde klar: Alle freuten sich auf den Abend und wollten nach bayrischer Zunft mit ihrer Narrenschar einen unvergesslichen Abend zelebrieren.

Im Anschluss an den Gardetanz mit Lea Lintgen, Nancy Porth, Julia Kreischer, Anne Müller und Lena Kron, unter deren Leitung der Tanz einstudiert wurde, kam „Anton aus Tirol“ alias Thomas Dubrobravski beim Protokoll zu Wort. Interaktiv mit seiner Narrenschar sorgte er mit den Worten „Nuff de Humpe, noi de Zinke, ab moije müsse mer Wasser trinke“ für ausgelassene Stimmung im Saal, auch wenn er das ein oder andere politische Geschehen eher kritisch unter die Lupe nahm.

Wie Mann/Frau nun auch noch richtig auf bayrisch flirtet und was überhaupt der Unterschied zwischen unserem Pfälzisch und dem bayrischen Dialekt ist, erklärte die Fischerin vom Bodensee alias Stephanie Leonhard mit Ihrem Bayrischkurs für Anfänger.

Einen Premiereauftritt hatten die beiden Tanzmariechen Michelle Atts und Lara Sophie Porth, die mit ihren 10 und 13 Jahren exzellent bewiesen, dass sich die „Hochstätter Schörlcher“ um den Nachwuchs in Sachen Gardetanz in Zukunft keine Gedanken machen müssen.

Simone Pietsch, die eigentlich gerne im Dirndl auf die Narrenbühne gekommen wäre, musste stattdessen mit einer, ihr viel zu großen Lederhosen vorliebnehmen. Das kam nur daher, dass sie ihren heißgeliebten Göttergatten das erste Mal zum Einkaufen schickte und statt des gewünschten Dirndls ein übergroßes Dirndl und statt eines WC-Reinigers Spüli im Einkaufskorb landete.

Gar nicht mehr zu beruhigen vor Lachen war das Publikum beim Auftritt von Onkel Porthi alias Bernd Porth, der von seinem Familienurlaub mit Kind und Kegel, aber auch von seiner restlichen Verwandtschaft aus dem Nähkästchen plauderte, und sich mit tosendem Applaus gleich zwei Zugaben verdiente. 

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