Michelin-Betriebsrat begrüßte Malu Dreyer

Einige der Mitarbeiter aus der Projektgruppe „Elektropressen“ präsentierten der Ministerpräsidentin stolz die innovativen Anlagen, an deren Entwicklung sie mitgewirkt hatten. Auf dem Foto, von links: Haldur Kreis (Leiter technisches Büro), Sascha Anton (Instandhalter), Muharrem Kaya (Betriebsratsvorsitzender), Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Reinhold Klingels, Sascha Menzel, Philipp Klein (alle Instandhalter), Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Ikarus Fleck (Bereichsleiter) und Christian Metzger (Werkdirektor).

Ministerpräsidentin zu Gast

Bad Kreuznach (red). Am Freitag, 22. März, begrüßte der Michelin-Betriebsratsvorsitzende Muharrem Kaya einen besonderen Gast in der Betriebsversammlung bei den Michelin-Reifenwerken: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer war gekommen, um sich mit Belegschaftsvertretern, der Werkleitung und rund 300 anwesenden Mitarbeitern auszutauschen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer beschrieb die gute Zusammenarbeit von Land und Sozialpartnern: „Ich bin froh, dass wir in Rheinland-Pfalz so aktive Betriebsräte, eine so gute Sozialpartnerschaft und einen so engen Kontakt zwischen den Unternehmen und der Landesregierung haben.“ Es sei besonders wertvoll, dass das Werk in Bad Kreuznach mit Ausbildungsplätzen, neuen Fertigungslinien und dem Ausbau der Digitalisierung in die Zukunft investiere. „Lassen Sie uns gemeinsam tatkräftig daran arbeiten, dass Rheinland-Pfalz auch weiterhin so stark, sicher und stabil bleibt und dass unsere Gesellschaft zusammenhält. Unsere Werte machen uns stark für eine positive Zukunft. Dazu tragen auch Sie bei Michelin bei“, so die Ministerpräsidentin.

Im Anschluss an die Betriebsversammlung führte ein Rundgang Malu Dreyer gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zu den neuesten Anlagen im Werk, wozu insbesondere energieeffiziente Elektropressen gehören. „Unsere Elektropressen mit Michelin-Technologie sind ein Gewinn für Unternehmen, Mensch und Umwelt“, betonte Werkdirektor Christian Metzger. Sie ersetzen herkömmliche Anlagen, die energieintensiv mit Heißwasser und Dampf betrieben werden. In ihnen findet die Vulkanisation statt, bei der die Reifenrohlinge unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen ihr Profil erhalten und in einem chemischen Prozess vom plastischen in den elastischen Zustand übergehen. Bei Elektropressen erhöht sich der Wirkungsgrad von vier auf rund 60 Prozent. Damit reduziert sich der Energiebedarf um 90 Prozent.

Mit der Inbetriebnahme von insgesamt 15 Elektropressen bis Ende 2018 hat Michelin die Kohlendioxid-Emissionen um jährlich 2.500 Tonnen gesenkt. Bis Ende 2019 soll die letzte von sechs weiteren Pressen installiert sein. Den Transfer vom Band zu jeder Presse übernehmen seit Anfang des Jahres kleine, autonom fahrende Transporteinheiten.

Ein Mitglied aus dem Projektteam und einer der Jungfacharbeiter, die Michelin im Februar nach ihrem Ausbildungsende übernommen hatte, erläuterten der Ministerpräsidentin die Funktionsweise und den Mehrwert der neuen Pressen. Der Besuch klang bei einem kleinen Imbiss und Gesprächen mit Werkleitung, Betriebsrat und Mitarbeitern aus dem Projektteam aus.