Klinik Nahetal spendet für Kinder

Die Nahetal Klinik spendete 2.250 Euro an zwei soziale Einrichtungen. Alla Abu Youssef (Clearinggruppe der Stiftung kreuznacher diakonie; 4. von links) und Herbert Wirzius (Soonwaldstiftung und Förderverein Lützelsoon; 3. von rechts) freuten sich darüber. Foto: M. Ristow

von Marian Ristow

Bad Kreuznach. Einen Betrag von 2.250 Euro hat die Klinik Nahetal an die Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“ und die Clearinggruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) der Stiftung kreuznacher diakonie gespendet. Das Geld stammt aus den Einnahmen verschiedener Adventsaktionen wie mehreren Weihnachtsbasaren, einem Flohmarkt sowie Waffel- und Plätzchenverkauf, die Klinikbelegschaft im vergangenen Dezember veranstaltete.

 

Der Erlös wird unter zwei Einrichtungen gleichmäßig verteilt. 1.125 Euro gehen an Herbert Wirzius und „seine“ Soonwaldstiftung, die sich um die Versorgung und Betreuung schwerkranker Kinder und deren Familien im Kreis kümmert. Herbert Wirzius berichtet von 19 Fällen, die zurzeit unterstützt werden. Allein elf an Leukämie erkrankte Kinder und Jugendliche seien darunter. Wie Stiftung funktioniert, erklärte Wirzius an einem Fall: „Bei einem zwölfjährigen Jungen aus dem Kreis Bad Kreuznach wurde ein gravierender Herzfehler diagnostiziert, der sofort operiert werden muss und eine längere Therapie mit sich bringt. Die Eltern können in dieser Zeit nicht arbeiten, da springen wir dann ein.“ Im Jahr 2015 habe man allein 90 solcher Fälle erfolgreich unterstützt. Der angegliederte Förderverein Lützelsoon, der in ähnlicher Weise aktiv ist, hat rund 750 Mitglieder und verfügt über ein Netzwerk aus gut 520 befreundeten Firmen und Unternehmen, die ihn unterstützen.

 

Der zweite Tal des Geldes geht an die UMF-Einrichtung der Kreuznacher Diakonie. Alla Abu Youssef ist dort die Clearingbeauftragte. Clearing (englisch für „Abklären“) beschreibt den Zeitraum der ersten zwölf Wochen, den Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern in Deutschland angekommen sind, in einer Einrichtung verbringen. Diese Phase umfasst, die Feststellung des korrekten Alters, des Identität und des Aufenthaltsortes der Eltern. Außerdem werden die Kinder umfassend untersucht. „Zurzeit beherbergen wir 15 Kinder, obwohl wir eigentlich nur 10 Plätze anbieten“, erklärt Abu Youssef. Zurzeit sei der jüngste Bewohner elf Jahre alt. Das Geld soll für Freizeitmaßnahmen verwendet werden.

 

„Uns war es wichtig, dass wir zum einen was für die vielen Menschen, die eine Flucht hinter sich haben, tun. Genauso wichtig war es uns aber auch ein Anliegen, uns für Kinder vor Ort einzusetzen“, informiert Ulrich Bocklet, Kaufmännischer Direktor de Nahetal-Klinik.